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Unsicher? Die Digitalisierung verpassen heisst den Anschluss verpassen

Nov 8, 2021
3 Min.
Die Geschichte zeigt: Chancen darf man nicht verpassen. Hier erfahren Sie, was passiert, wenn man die Augen vor der digitalen Transformation verschliesst.
Branka Miljanovic

1968 reichte der deutsche Radio- und Elektronikhersteller Telefunken einen Patentantrag ein. Die Erfindung: ein Zeigegerät mit einer Rollkugel (auch Trackball genannt). Heute würde man es als Maus bezeichnen. Das Design war im Vergleich zu aktuellen Modellen zwar noch äusserst sperrig. Doch 1968 bot das Gerät eine völlig neue Möglichkeit zur Navigation am Computerbildschirm. Das Deutsche Patentamt sah die Sache jedoch anders. Es lehnte den Antrag unter Verweis auf die Verwendung einer bereits vorhandenen Technologie ab. Der Rollkugel fehle es an Erfindergeist und Neuheit. In den achtziger Jahren brachte Apple dann die erste Maus mit Trackball auf den Markt. Und der Rest ist Geschichte.

Hinterher ist man immer schlauer. In der Rückschau erscheinen einem die verpassten Chancen von damals offensichtlich. Dennoch begehen viele Unternehmen in ähnlichen Situationen immer noch denselben Fehler. Anstatt innovative Technologien und Verfahren zu übernehmen, verlassen sie sich lieber auf veraltete Prozesse und Geräte, selbst wenn sie sich auf neues Terrain wagen. Doch analoge Werkzeuge sind angesichts der Digitalisierung völlig ungeeignet.

Unzählige verpasste Chancen

Ein Jahr bevor Google auf der Bildfläche erschien, war MetaGer im Jahr 1996 eine der ersten Suchmaschinen überhaupt. Das Unternehmen hatte erkannt, wie schwierig sich die Suche nach Informationen im damals noch jungen Internet gestaltete. Es war nahezu unmöglich, ohne mehrere Suchhilfen an die gewünschten Ergebnisse zu kommen. Über die Rechenzentren der Universität Hannover ging MetaGer deshalb mit seiner Suchmaschine online und erfreute sich unter deutschen Internetnutzern schon bald grosser Beliebtheit. Doch leider verursachte MetaGer dabei auch ein Drittel des gesamten Datenverkehrs der Hochschule. Wegen der fehlenden Förderung waren die Betreiber deshalb bald gezwungen, auf die Suche nach Sponsoren zu gehen. Anfang der 2000er Jahre begann Google dann seinen Siegeszug auf Heimcomputern sowie in Hochschul- und Verwaltungssystemen. 

Seither ist Google führend darin, wertvolle Benutzerdaten in (enorme) Gewinne zu verwandeln. Die verpasste Chance, einen echten europäischen Wettbewerber im Suchmaschinengeschäft aufzubauen, dient uns heute als mahnendes Beispiel. Nicht nur hätten Deutschland und Europa so eigene digitale Werkzeuge entwickeln können, die stärker ihren Datenschutzstandards entsprochen hätten; auch die inzwischen praktisch unumkehrbare Konzentration der Digitalbranche auf einige wenige übermächtige Konzerne hätte verhindert werden können. 

Kundendaten sinnvoll nutzen

Auch heute kann man einmalige Chancen leicht verpassen. Es ist aber auch viel einfacher geworden, mit dem Markt für digitale Produkte und Dienstleistungen Schritt zu halten. Das gilt vor allem für Unternehmen, die sich ihren Kunden verpflichtet fühlen. Denn wenn sich die Kunden ernst genommen fühlen, belohnen sie die Unternehmen mit ihrem Vertrauen, ihrer Treue und ihren Daten.

Und die meisten Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass Daten ein echter Schatz sind. Oft sind sie aber unsicher, wie sie die Daten zu ihrem eigenen Vorteil und vor allem im Sinne ihrer Kunden nutzen sollen. Und genau hier kommt das Kundenidentitäts- und Zugriffsmanagement (CIAM) ins Spiel. CIAM-Tools revolutionieren momentan das digitale Kundenerlebnis. Sie geben Unternehmen die Möglichkeit, erfolgsentscheidende Skalierbarkeit und Konformität mit der Sicherheit und der Benutzerfreundlichkeit zu verbinden, die die Kunden verlangen. Doch wie genau funktioniert das?

Wie funktionieren CIAM-Systeme?

Wenn wir ein Benutzerkonto in einem sozialen Netzwerk oder bei einem Onlineshop erstellen, kreieren wir damit eine unverwechselbare digitale Identität. All die Daten, die wir über uns preisgeben (wie Name, Adresse, E-Mail, Alter etc.), und sämtliche erfassten Daten (wie Konfektionsgrösse, Einkaufshistorie oder Wunschzettel) werden darin gespeichert. Mit einer CIAM-Software können Unternehmen diese Daten nun zusammenführen und unser Anwendererlebnis mithilfe von Algorithmen personalisieren. 

Was genau bedeutet das? Unternehmen können uns Produktempfehlungen anzeigen, die unseren Vorlieben entsprechen. Sie können uns sagen, welche Kleidergrösse uns vermutlich passt. Sie können das Benutzererlebnis anhand unserer Vorlieben genau an uns anpassen. Was daran für Kunden und Unternehmen so attraktiv ist: Die Kunden selbst entscheiden, welche Daten sie preisgeben wollen und welche Informationen ihnen angezeigt werden. 

Das Ergebnis sind gemeinschaftlich festgelegte Benutzererlebnisse und rundum zufriedene Kunden.

Die Vorteile von CIAM-Tools

Je mehr Wettbewerber in ohnehin schon gesättigte Märkte eintreten, desto mehr erkennen erfolgreiche Unternehmen, dass sie sich durch unvergleichliche Benutzererlebnisse abgrenzen können. Das bedeutet: personalisierte Dienste, Datenautonomie, Komfort und Sicherheit. Und keiner dieser Faktoren darf zugunsten der anderen ausser Acht gelassen werden. 

Was genau bedeutet das? Der bestmögliche Schutz sensibler Daten ist eine zwingende Voraussetzung, will man sich das Vertrauen und die Treue der Kunden erarbeiten. Wenn Login-, und Datenzugriffsprotokolle aber so kompliziert sind, dass die Kunden nicht mehr zurechtkommen, hat man es übertrieben. 

Und genau darin liegt die grösste Stärke von CIAM-Systemen. Denn damit können Sie Sicherheitsfeatures integrieren und sie an das jeweilige Datenschutzniveau anpassen. Daten, die mit besonderer Vorsicht behandelt werden sollten – wie Bank-, Gesundheits- und Kreditkartendaten –, können etwa mit besonders starken Sicherheitsprotokollen geschützt werden. Hierzu zählen unter anderem die passwortfreie biometrische Identifizierung und die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Weniger sensible Daten – wie persönliche Einstellungen, Bestellhistorie etc. – lassen sich dagegen mit einem gewöhnlichen Passwort schützen oder per Social Login (über ein soziales Netzwerk oder ein E-Mail-Konto) öffnen. 

Neben dem grossen Vorteil in Sachen Sicherheit und Schutzniveau verleihen CIAM-Systeme Ihren Kunden zudem eine enorme Macht. Mit integrierten SB-Tools lassen sich Bestellungen ganz unkompliziert überprüfen, persönliche Daten ändern und Sendungen und Lieferungen verfolgen. Zudem sind CIAM-Systeme eine clevere Lösung, auf die man von allen Mobil- und Desktop-Geräten aus zugreifen kann. Das bedeutet, dass sich Ihre Kunden jederzeit und von überall aus informieren können. 

Verpassen Sie nicht den Anschluss!

Viele Unternehmen stehen dem Thema CIAM noch zurückhaltend gegenüber. Doch die Geschichte zeigt: Wer zu lange wartet, verschafft seiner Konkurrenz einen Vorteil. Die Kunden werden technisch immer versierter und wissen inzwischen ziemlich genau, was sie von Online-Erfahrungen erwarten. Wem es nicht gelingt, ihnen den Komfort und die Sicherheit zu geben, die sie verlangen, überlässt seinen Wettbewerbern das Feld. 

Mit dem CIAM-System von Nevis wird Sicherheit zum Erlebnis. Ganz auf Kundenzufriedenheit, Funktionalität und Integrationsfreundlichkeit ausgelegt, garantiert es Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit im Sinne Ihrer Kunden. Wir unterstützen Sie dabei, Kundenfreundlichkeit grosszuschreiben und dafür zu sorgen, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen unverzichtbar bleiben. 

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